{"id":316,"date":"2019-02-22T21:03:27","date_gmt":"2019-02-22T21:03:27","guid":{"rendered":"http:\/\/homepageag.max-planck-realschule-koeln.de\/?page_id=316"},"modified":"2021-09-30T14:59:50","modified_gmt":"2021-09-30T14:59:50","slug":"foerderkonzept","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/max-planck-realschule-koeln.de\/?page_id=316","title":{"rendered":"3. F\u00f6rderkonzept"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>3. F\u00f6rderkonzept<\/strong><\/p>\n<p>Der Kerngedanke unseres F\u00f6rderkonzeptes ist die individuelle F\u00f6rderung von Sch\u00fcler*innen. Es gliedert sich in die folgenden Bereiche:<\/p>\n<ol>\n<li>Fachf\u00f6rderung (D,M,E und f\u00e4cher\u00fcbergreifend)<\/li>\n<li>F\u00f6rderung der Lernkompetenz<\/li>\n<li>F\u00f6rderung der Sozialkompetenz<\/li>\n<li>Begabtenf\u00f6rderung<\/li>\n<li>Geschlechterspezifische F\u00f6rderung<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>3.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gemeinsames Lernen<\/strong><\/p>\n<p>Die Max-Planck-Realschule arbeitet seit dem Jahr 2014 als Schule im Gemeinsamen Lernen. Bei uns lernen alle Kinder gemeinsam und k\u00f6nnen ihre individuellen F\u00e4higkeiten voll entfalten. Alle Sch\u00fcler*innen haben die gleichen Chancen \u2013 und das gleiche Recht \u2013 auf Bildung, ungeachtet ihrer St\u00e4rken und Schw\u00e4chen.<\/p>\n<p>Derzeit befinden sich Sch\u00fcler*innen mit den F\u00f6rderschwerpunkten Lernen, emotionale und soziale Entwicklung, k\u00f6rperliche und motorische Entwicklung sowie dem F\u00f6rderschwerpunkt Sprache in allen Jahrg\u00e4ngen und Klassen der Schule.<\/p>\n<p>Die F\u00f6rdersch\u00fcler*innen werden durch Sonderp\u00e4dagog*innen in einzelnen Stunden im Unterricht begleitet und auf der Grundlage von individuellen F\u00f6rderpl\u00e4nen entsprechend sonderp\u00e4dagogisch unterst\u00fctzt. Weiterhin gibt es ab der Klasse 7 mehrmals w\u00f6chentlich ein sonderp\u00e4dagogisches Unterst\u00fctzungsangebot (SUA), in dem in \u00e4u\u00dferer Differenzierung mit einer sonderp\u00e4dagogischen Lehrkraft gezielt mit den Sch\u00fcler*innen im Bildungsgang Lernen gearbeitet wird (siehe auch \u201eInklusionskonzept\u201c).<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>3.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Fachf\u00f6rderung<\/strong><\/p>\n<p>Die Fachf\u00f6rderung umfasst sowohl die F\u00f6rderung innerhalb des Unterrichts als auch die F\u00f6rderung in den Arbeitsstunden der Hauptf\u00e4cher und in den Lernzeiten.<\/p>\n<p>Die Ziele, die wir mit der Fachf\u00f6rderung verfolgen, lassen sich wie folgt beschreiben:<\/p>\n<ul>\n<li>fachbezogene Grundlagenf\u00f6rderung schw\u00e4cherer Sch\u00fcler*innen<\/li>\n<li>F\u00f6rderung der leistungsm\u00e4\u00dfig besseren Sch\u00fcler*innen<\/li>\n<li>Reduktion der Anzahl der nicht versetzten Sch\u00fcler*innen<\/li>\n<li>Intensivierung der Zusammenarbeit von Fachlehrkr\u00e4ften durch Teamteaching<\/li>\n<li>F\u00f6rderung der Sch\u00fcler*innen im Gemeinsamen Lernen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dabei haben wir auch die Kinder, die von der Hauptschule an die Realschule wechseln, im Blick und die Sch\u00fcler*innen, die sich auf die weitere Schullaufbahn in der gymnasialen Oberstufe vorbereiten m\u00f6chten, beispielsweise durch Angebote im AG-Bereich (z.B. Cambridge und Spanisch).<\/p>\n<p>In den F\u00e4chern Deutsch, Englisch und Mathematik haben wir \u00fcber die Stundentafel hinausgehend in den Jahrgangsstufen 5-7 pro Klasse eine zus\u00e4tzliche Arbeitsstunde eingerichtet, die mit zwei Lehrkr\u00e4ften pro Klasse unterrichtet wird. Hier soll eine besonders intensive, individuelle F\u00f6rderung der Sch\u00fcler*innen erfolgen.<\/p>\n<p>Die Lehrer*innen treffen im Rahmen von \u00a0j\u00e4hrlich stattfindenden Teamsitzungen im Anschluss an die Halbjahreszeugnisse Absprachen zu den versetzungsgef\u00e4hrdeten Sch\u00fcler*innen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>3.2.1\u00a0\u00a0 Fachf\u00f6rderung Deutsch<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Diagnostik und F\u00f6rderung Lese-Rechtschreibschw\u00e4che (LRS)<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Zu Beginn der Klasse 5 wird in allen Lerngruppen die \u201egutschrift-diagnose\u201c \u00fcber das Institut f\u00fcr Legasthenikertherapie in K\u00f6ln durchgef\u00fchrt. Die Auswertung auf der Basis der Fehlerdichte erm\u00f6glicht die Feststellung des individuellen phonographischen und grammatischen Kompetenzniveaus. Die Diagnose der Fehlerquellendichte stellt die Grundlage der individuellen F\u00f6rderung dar.<\/p>\n<p>Drei Sch\u00fcler*innen aus jeder Klasse mit der h\u00f6chsten Fehlerquellendichte in allen Bereichen werden dem LRS-Unterricht zugeteilt. Mit einer Wochenstunde findet der Unterricht in zwei Kleingruppen mit jeweils sechs Sch\u00fcler*innen statt, der durch zwei Lehrkr\u00e4fte erteilt wird. Gearbeitet wird haupts\u00e4chlich nach dem Material von <em>Carola Reuter-Liehr: Lautgetreue Lese-Rechtschreibf\u00f6rderung\/ Band 4, Bochum: Verlag Dr. Dieter Winkler, 2006<\/em>. Der Unterricht findet parallel zum Kunstunterricht w\u00e4hrend der allgemeinen Unterrichtszeit statt.<\/p>\n<p><strong><em>Deutsch als Zweitsprache (DAZ)<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Zum Schuljahr 2021\/22 wird parallel zu den LRS-Kursen eine Kleingruppe zur DAZ-F\u00f6rderung in der Jahrgangsstufe 5 eingerichtet. Diese soll perspektivisch unter Einbezug von Erfahrungen und Fortbildungen weiter ausgebaut werden.<\/p>\n<p><strong><em>Arbeitsstunden<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die Arbeitsstunden in den Jahrg\u00e4ngen 5 bis 7 sind als Training der Basiskompetenzen der Rechtschreibung und Grammatik gedacht. Daf\u00fcr kann die Klasse in zwei Lerngruppen geteilt werden oder gemeinsam im Teamteaching unterrichtet werden. Gearbeitet wird mit den <em>F\u00f6rdermaterialien Deutsch 5\/6: Tests, Kopiervorlagen, L\u00f6sungsbl\u00e4tter, Rechtschreibung, Grammatik, Lesen und Schreiben<\/em> aus dem Verlag Cornelsen.<\/p>\n<p>Am Schuljahresanfang f\u00fchren die Lehrer*innen mit den Sch\u00fcler*innen der Klasse 5 einen Test zur Rechtschreibung durch. Anhand der ermittelten Fehlerzahl wird ein individueller F\u00f6rderplan erstellt. Der F\u00f6rderplan umfasst drei Kompetenzstufen. Jeder Kompetenzstufe ist Lern- und Arbeitsmaterial zugeordnet. Dieses befindet sich in Freiarbeitsordnern, denen die Sch\u00fcler*innen das Material entnehmen. Die Kompetenzzuw\u00e4chse werden im Rahmen von Klassenarbeiten und Leistungskontrollen \u00fcberpr\u00fcft. In den Arbeitsstunden findet auch das Vertiefen von im Fachunterricht einge\u00fcbten Lernstrategien (Nachschlagen, W\u00f6rter in ihre Bauteile zerlegen, Artikelprobe und Pluralprobe usw.) und die Vorbereitung auf Klassenarbeiten statt.<\/p>\n<p>Des Weiteren wird in den Jahrgangsstufen 6 und 9 die Onlinediagnose des Westermann Verlags durchgef\u00fchrt. Auf deren Grundlage werden automatisiert individuelle F\u00f6rdermaterialien zusammengestellt. Die Eltern werden per Brief \u00fcber die Kompetenzen ihrer Kinder informiert. Mit den F\u00f6rdermaterialien wird ebenfalls in den Arbeitsstunden und im Unterricht gearbeitet.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>3.2.2\u00a0\u00a0 Fachf\u00f6rderung Mathe<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Diagnosetest Klasse 5<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Zu Beginn der 5. Klasse kommen die Sch\u00fcler*innen von vielen Grundschulen und bringen verschiedene Voraussetzungen, Lernausgangslagen und Potentiale mit. Daraus ergibt sich ein heterogenes Bild. Damit die Fachlehrer*innen einen \u00dcberblick \u00fcber den Leistungs- und Kenntnisstand gewinnen k\u00f6nnen, schreiben alle 5. Kl\u00e4ssler*innen zu Beginn des Schuljahres einen Diagnosetest. In diesem Diagnosetest werden die im Lehrplan verbindlich festgeschriebenen Fachthemen der Grundschule abgefragt. Die Fachlehrkraft wertet im Anschluss diesen Test aus und erh\u00e4lt so individuelle Ergebnisse (F\u00f6rderziele), welche als Grundlage die F\u00f6rderma\u00dfnahmen im 5. Schuljahr bilden.<\/p>\n<p><strong><em>Arbeitsstunden <\/em><\/strong><\/p>\n<p>An unserer Schule gibt es in den Jahrgangsstufen 5-7 zus\u00e4tzlich zum regul\u00e4ren Mathematikunterricht eine weitere Stunde Mathematik (Arbeitsstunde Mathematik\/ AsM) mit zwei Lehrkr\u00e4ften. Die jeweilige Lerngruppe wird dann geteilt, sodass die Lernenden in einer kleineren Gruppe noch gezielter individuell gef\u00f6rdert und gefordert werden k\u00f6nnen. Die Zusammensetzung der Gruppe erfolgt auf Grundlage des Diagnosetests zu Beginn der Klasse 5. Im weiteren Verlauf der Schullaufbahn dienen die Klassen- und Vergleichsarbeiten als Diagnoseinstrument f\u00fcr eine ver\u00e4nderte Einteilung. Dabei hat sich die Fachschaft bewusst dazu entschieden, diese Gruppen heterogen zu bilden, so dass die Sch\u00fcler*innen voneinander profitieren, sich gegenseitig helfen und auch das \u201eLehren und Erkl\u00e4ren\u201c \u00fcben k\u00f6nnen. Dabei geben die jeweiligen Fachlehrer*innen der weiteren Lehrkraft die n\u00f6tigen Informationen \u00fcber die Lernenden, sodass die Sch\u00fcler*innen gezielt die mathematischen Themen \u00fcben und anwenden k\u00f6nnen. Durch die Klassenarbeiten, in denen die Themen aufgegriffen werden, findet eine Evaluation der F\u00f6rderziele und -ma\u00dfnahmen statt.<\/p>\n<p><strong><em>F\u00f6rderung im Fachunterricht<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Neben der F\u00f6rderung in den Arbeitsstunden bedarf es im Fachunterricht auch einer Diagnose und Selbsteinsch\u00e4tzung, welche die Grundlage f\u00fcr eine Differenzierung und individuelle F\u00f6rderung ist. Dabei arbeitet die Fachschaft mit dem Buch \u201eMathematik real\u201c vom Cornelsen Verlag, welches zu Beginn jedes neuen Themas die Einheit mit einer \u201eNoch fit?\u201c Seite beginnt. Durch die Bearbeitung dieser Aufgaben erhalten die Sch\u00fcler*innen und die Lehrkr\u00e4fte einen \u00dcberblick \u00fcber individuelle Leistungs- und Kenntnisst\u00e4nde, welche sie dann in die Unterrichtsplanung miteinbeziehen. Des Weiteren werden am Ende der Einheit die Seiten \u201eKlar so weit?\u201c und \u201eTeste dich!\u201c zur Selbsteinsch\u00e4tzung und individuellen \u00dcberpr\u00fcfung sowie zur Vorbereitung auf Lernerfolgskontrollen genutzt. Dazu dient auch die Checkliste, welche zugleich als Erwartungsbogen f\u00fcr die Klassenarbeiten, als auch Selbstreflexionsinstrument und als \u00dcbungs- und Vorbereitungsbogen f\u00fcr die Klassenarbeit dient. Die Erarbeitung der Aufgaben erfolgt nach den zuvor getesteten Kompetenzen (Teste dich!). Die Selbsteinsch\u00e4tzung der Sch\u00fcler*innen ist dabei wichtig, da die Lernenden sich ihrer Leistung und Mitarbeit bewusst werden und so ihr Arbeitsverhalten reflektieren und einsch\u00e4tzen lernen. Zudem kann den Sch\u00fcler*innen aufgezeigt werden, wo noch Nachhohlbedarf besteht.<\/p>\n<p>Als Drittes bietet das Buch bei den Aufgaben immer eine Binnendifferenzierung. Bei allen Aufgaben gibt es immer eine Unterscheidung nach Niveau (Einstieg und Aufstieg), sodass die Sch\u00fcler*innen auch hier entsprechend ihrem Kenntnisstand arbeiten.<\/p>\n<p><strong><em>Vergleichsarbeiten<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Im Jahrgang 8 schreiben die Sch\u00fcler*innen die Lernstandserhebung (VERA8) und in der 10. Klassen die ZP Mathematik. Anhand der Ergebnisse, der Auswertung und Analyse entwickelt die Fachschaft Mathematik immer wieder neue Arbeitsschwerpunkte f\u00fcr die nachfolgenden Jahrg\u00e4nge. In den letzten Jahren wurden folgende Schwerpunkte f\u00fcr den Unterricht gesetzt:<\/p>\n<ul>\n<li>Informationsentnahme aus Darstellungen und Grafiken ab Klasse 5<\/li>\n<li>Schematische Erarbeitung von Textaufgaben zur St\u00e4rkung von sinnentnehmendem Lesen ab Klasse 7<\/li>\n<li>Mathematisches Begr\u00fcnden (Einbindung von Begr\u00fcndungssaufgaben in Klassenarbeiten) ab Klasse 7<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>3.2.3\u00a0\u00a0 Fachf\u00f6rderung Englisch<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Eingangsdiagnosetests Klasse 5<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Auf Grund der sehr unterschiedlichen Englischkenntnisse, die die Sch\u00fcler*innen aus der Grundschule mitbringen, ergibt sich die Notwendigkeit, zu Beginn des 5. Schuljahres einen Diagnosetest durchzuf\u00fchren, der die Kompetenzen <em>H\u00f6r- und Leseverstehen<\/em> sowie den Wortschatz in den Themenbereichen <em>Begr\u00fc\u00dfen, Zahlen, Farben, Tiere und Freizeit\/Hobbies<\/em> abfragt. Die Diagnoseaufgaben werden dem Beiwerk <em>Leistungsmessung<\/em> des Lehrwerks <em>Headlight 1<\/em> entnommen. Die Ergebnisse dieses Diagnosetests bieten nicht nur einen schnellen \u00dcberblick \u00fcber den Leistungsstand der Sch\u00fcler*innen des Jahrgangs 5 im Fach Englisch, sondern sind auch die Grundlage einer gezielten, individuellen F\u00f6rderung einzelner Sch\u00fcler*innen in sogenannten Arbeitsstunden, um Defizite m\u00f6glichst schnell ausgleichen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong><em>Arbeitsstunden Klassen 5-7<\/em><\/strong><\/p>\n<p>In den Jahrgangsstufen 5-7 gibt es jeweils eine zus\u00e4tzliche Stunde Englischunterricht, die sogenannte AsE (Arbeitsstunde Englisch). In dieser Stunde werden zwei Fachlehrer*innen Englisch eingesetzt und die Klasse wird in zwei Gruppen aufgeteilt und unterrichtet. Hierdurch wird eine individuelle F\u00f6rderung sowohl der leistungsschw\u00e4cheren als auch der leistungsstarken Sch\u00fcler*innen erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Ausgangspunkt in der Jahrgangsstufe 5 ist der Diagnosetest, der recht fr\u00fch &#8211; ca. 4 Wochen nach Beginn des Schuljahres &#8211; als 1. Klassenarbeit geschrieben wird. Auf der Basis dieser ersten Analyse des Lernstandes der Sch\u00fcler*innen haben die Fachlehrer*innen die Wahl, die Klasse in der Arbeitsstunde in st\u00e4rkere und schw\u00e4chere Sch\u00fcler*innen einzuteilen, oder sie in heterogenen, halben Gruppen zu unterrichten. Die Einteilung nach inneren oder \u00e4u\u00dferen Kriterien h\u00e4ngt sehr vom Ergebnis des Diagnosetests der jeweiligen Klasse ab.<\/p>\n<p>Gehen die Leistungen, die laut Englisch-Lehrplan der Grundschulen zu erwarten w\u00e4ren, sehr stark auseinander und es kristallisieren sich klare Gruppen mit gro\u00dfen Unterschieden heraus, so erscheint eine Einteilung der beiden Gruppen nach Leistungsstand sinnvoller, um schnellstm\u00f6glich Defizite der schw\u00e4cheren Gruppe aufarbeiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ergibt sich ein eher homogenes Bild, so kann die Klasse ohne weitere Kriterien in zwei Gruppen aufgeteilt werden. Die kleine Gruppengr\u00f6\u00dfe erm\u00f6glicht in diesem Fall ein individuelleres Arbeiten. Der Schwerpunkt kann hier auf Orthographie\u00fcbungen gelegt werden, da die Lerninhalte der Grundschule im Fach Englisch sich im Wesentlichen auf den Erwerb des englischen Wortschatzes in m\u00fcndlicher Form beziehen. Die Verschriftlichung der Fremdsprache bereitet demnach h\u00e4ufig Schwierigkeiten und kann so gezielt ge\u00fcbt werden.<\/p>\n<p>In den Jahrgangsstufen 6 und 7 wird das Prinzip der Arbeitsstunden Englisch fortgef\u00fchrt. Grundlage der Diagnose sind hier jedoch Klassenarbeiten, Parallelarbeiten und Beobachtungen der Lehrkr\u00e4fte im Unterricht.<\/p>\n<p>Hervorzuheben ist, dass die Einteilung der Sch\u00fcler*innen in zwei Gruppen zu Beginn des Schuljahres nicht zwingend beibehalten werden muss, sondern, je nach Leistungsstand der Sch\u00fcler*innen im Verlauf des Schuljahres durch die Englischlehrer*innen revidiert und ver\u00e4ndert und dem F\u00f6rderbedarf der Sch\u00fcler*innen angepasst werden kann.<\/p>\n<p><strong><em>F\u00f6rderung im Fachunterricht<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Auch au\u00dferhalb der Arbeitsstunden Englisch muss im regul\u00e4ren Fachunterricht im Klassenverband st\u00e4ndig \u00fcberpr\u00fcft werden, wie die Sch\u00fcler*innen gem\u00e4\u00df ihren Voraussetzungen und ihrem Entwicklungsstand individuell an ihren Defiziten arbeiten oder ihre St\u00e4rken weiter ausbauen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Abgesehen von R\u00fcckmeldungen \u00fcber den Leistungsstand der Klasse und den Leistungen der einzelnen Sch\u00fcler*innen im Rahmen von Klassenarbeiten, bietet das Lehrwerk Headlight zum Ende jeder Unit die M\u00f6glichkeit, auf den sogenannten \u201eStop-Check-Go\u201c-Seiten, den eigenen Leistungsstand in Bezug auf die Inhalte der in den Wochen zuvor bearbeiteten Unit zu \u00fcberpr\u00fcfen. Diese individuelle Diagnose wird regelm\u00e4\u00dfig im Unterricht auch als Vorbereitung oder Nachbesprechung der Klassenarbeit durchgef\u00fchrt und den Sch\u00fcler*innen wird auf der Basis ihrer individuellen Ergebnisse differenzierendes, genau auf die Unterrichtseinheit abgestimmtes\u00a0 Material (Zusatzmaterial \u201eDifferenzieren-F\u00f6rdern-Fordern\u201c) zur Verf\u00fcgung gestellt, anhand dessen sie einzelne Themen der Unit noch einmal nacharbeiten und festigen.<\/p>\n<p><strong><em>Vergleichsarbeiten: Lernstandserhebung (VERA 8) und ZP Englisch<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Im zweiten Halbjahr der Jahrgangsstufe 8 werden die Lernstandserhebungen (VERA 8) in den Hauptf\u00e4chern Deutsch, Mathematik und Englisch geschrieben. F\u00fcr das Fach Englisch stehen hier insbesondere die rezeptiven Kompetenzen des H\u00f6r- und Leseverstehens im Vordergrund.<\/p>\n<p>Zwei Jahre vor den Abschlusspr\u00fcfungen bieten die zentral gestellten Lernstandserhebungen der Lehrkraft ein wichtiges Diagnoseinstrument um festzustellen, ob die Sch\u00fcler*innen bereits die Kompetenzen in der 1. Fremdsprache beherrschen, die schulform- und standortentsprechend erwartet werden. Eventuelle Defizite im H\u00f6r- und Leserverstehen k\u00f6nnen in den beiden Folgejahren gezielt bearbeitet und ausgeglichen werden, da diese beiden Kompetenzen, neben den Bereichen \u201eWortschatz\u201c und \u201eSchreiben\u201c, Bestandteile der Abschlusspr\u00fcfungen ZP 10 Englisch zum Ende der 10. Klasse sind.<\/p>\n<p>In der Jahrgangsstufe 10 werden diese Kompetenzbereiche gezielt und individuell mit Hilfe von Arbeitsheften der Verlage Stark, Westermann oder Cornelsen trainiert.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>3.3. Deutsch in allen F\u00e4chern<\/strong><\/p>\n<p>Auf Grundlage schulinterner Lehrerfortbildungen wurden an der Max-Planck-Realschule Vereinbarungen zu <em>Deutsch in allen F\u00e4chern<\/em> getroffen.<\/p>\n<p>Durch eine regionale Fachkonferenz Deutsch im Herbst 2018 zum Thema \u201eSprachsensibler Unterricht\u201c wurden diese Vereinbarungen \u00fcberarbeitet und erg\u00e4nzt. Dies ist aufgrund des h\u00e4ufig mangelnden Sprachbewusstseins unserer Sch\u00fclerschaft notwendig, da Orthografie, Interpunktion und Grammatik f\u00fcr sie in ihrem Alltag einen zunehmend nachrangigen Wert haben. Dadurch werden ihre Teilhabe an der Gesellschaft und eine berufliche erfolgreiche Laufbahn eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Deshalb muss es die Aufgabe der Schule und damit aller Lehrer*innen sein, die Bedeutung der sprachlichen Richtigkeit (Wort\/Schrift) in der t\u00e4glichen Arbeit zu vermitteln. Nur durch ein einheitliches Vorgehen des gesamten Kollegiums kann dies gelingen und den Sch\u00fcler*innen eine erfolgreiche Teilhabe an der Gesellschaft erm\u00f6glicht werden.<\/p>\n<p><u>Folgende Aspekte zu \u201eDeutsch in allen F\u00e4chern\u201c werden verbindlich vom Kollegium der Max-Planck-Realschule verabschiedet:<\/u><\/p>\n<ul>\n<li>Die Rechtschreibung muss in schriftlichen Lernzielkontrollen kontrolliert, verbessert und bei der Leistungsbewertung ber\u00fccksichtigt werden.<\/li>\n<li>Fehlerhafte Rechtschreibung flie\u00dft in die Bewertung von Heftern\/Ordner mit ein. Sch\u00fcler*innen werden auf Fehler in Mitschriften hingewiesen.<\/li>\n<li>Fehler im m\u00fcndlichen Sprachgebrauch werden durch ein unmittelbares Feedback der Lehrkraft korrigiert.<\/li>\n<li>Ver\u00f6ffentlichte Texte (Homepage, Plakate, Aush\u00e4nge, etc.) sollen fehlerfrei sein.<\/li>\n<li>Fachspezifische Satzmuster werden durch Formulierungshilfen einge\u00fcbt (Bsp.: Versuchsprotokoll, Vorgangsbeschreibung, etc.).<\/li>\n<li>Den Sch\u00fcler*innen wird die M\u00f6glichkeit gegeben, eigene Texte zu \u00fcberarbeiten (z.B. eigenst\u00e4ndig oder durch gegenseitige Kontrolle im Lerntempoduett).<\/li>\n<li>Es werden in jedem Unterricht Anl\u00e4sse zum Schreiben geschaffen.<\/li>\n<li>F\u00fcr das Abschreiben von der Tafel oder einer Folie wird gen\u00fcgend Zeit gegeben.<\/li>\n<li>Die in Klasse 5 einge\u00fcbte 5-Gang-Lesemethode wird in allen F\u00e4chern und in allen Jahrg\u00e4ngen kontinuierlich zur Texterschlie\u00dfung genutzt.<\/li>\n<li>Fachbegriffe werden trainiert und z.B. in einem Glossar, auf einem Plakat oder an der Tafel usw. festgehalten.<\/li>\n<li>Textaufgaben m\u00fcssen zu Beginn besprochen und gekl\u00e4rt werden.<\/li>\n<li>Lehrer*innen achten bei der Formulierung von Arbeitsauftr\u00e4gen auf sprachliche Verst\u00e4ndlichkeit und Klarheit (Operatoren, Satzbau, Formulierung \u2192 kurz, knapp, klar).<\/li>\n<li>Die Lehrperson versteht sich als sprachliches Vorbild.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>3.4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 F\u00f6rderung der Lernkompetenz<\/strong><\/p>\n<p>Unterrichtsentwicklung umfasst neben dem Erwerb von Fachinhalten und Fachwissen auch den Erwerb von Lern- und Arbeitstechniken. Wir streben eine systematische Qualifizierung der Sch\u00fcler*innen zum eigenverantwortlichen Lernen und Arbeiten an.<\/p>\n<p>Die Kernziele einer solchen Unterrichtsentwicklung sind:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<ul>\n<li>die Festigung elementarer Arbeitstechniken<\/li>\n<li>die Verbesserung der Kommunikationsf\u00e4higkeit<\/li>\n<li>die F\u00f6rderung der Teamf\u00e4higkeit im Klassenraum<\/li>\n<li>F\u00f6rderung der Anwendung und des Umgangs mit digitalen Medien<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Durchf\u00fchrung der Methodenbausteine in der Klasse 5 sowie das darauf aufbauende eigenverantwortliche Arbeiten und Lernen im Sinne einer Methodenpflege, f\u00f6rdert die Lernkompetenz der Sch\u00fcler*innen. Diese beinhalten das exemplarische \u00dcben und Kl\u00e4ren elementarer Lern- und Arbeitstechniken sowie das Training grundlegender Kooperationsweisen des eigenverantwortlichen Lernens und Arbeitens im Unterricht.<\/p>\n<p>In der Klasse 5 beginnen wir mit den unten dargestellten Bausteinen. Zwei Bausteine sind in der Eingangsphase nach dem Schulwechsel angesiedelt, zwei weitere im weiteren Verlauf des Schuljahres und werden an Schwerpunkttagen eingef\u00fchrt. Die Verantwortung f\u00fcr die Durchf\u00fchrung dieser Schwerpunkttage liegt bei den Klassenlehrer*innen. Diese sind verantwortlich f\u00fcr Absprachen in den Teams sowie f\u00fcr die Methodenpflege, d.h. die Wiederholung der Methoden und deren Anwendung im Fachunterricht.<\/p>\n<p>Des Weiteren wird im Jahrgang 5, aufbauend auf einer schulinternen Fortbildung zur Erlebnisp\u00e4dagogik (2017), die Teamf\u00e4higkeit der Sch\u00fcler*innen durch verschiedene \u00dcbungen, Aufgaben und Spiele in der Schuleingangsphase gef\u00f6rdert und erarbeitet. Diese \u00dcbungen finden haupts\u00e4chlich in den Klassenlehrer*innenstunden sowie im Sportunterricht in Kooperation mit den zust\u00e4ndigen Paten der Klasse 9 statt.<\/p>\n<p>In den Klassen 6 bis 8 finden in allen F\u00e4chern eine intensive Methodeneinf\u00fchrung und -erweiterung statt, die in den schulinternen Lehrpl\u00e4nen verbindlich festgelegt sind und den Kernkompetenzen und Bildungsstandards entsprechen. Diese sollen in den h\u00f6heren Jahrgangsstufen gepflegt, vertieft und erweitert werden.<\/p>\n<p>Eine regelm\u00e4\u00dfige Evaluation und Weiterentwicklung erfolgt durch die schulinterne Steuergruppe.<\/p>\n<table width=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"5\" width=\"610\">\n<p><strong>\u00dcbersicht Methodenbausteine<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"2\" width=\"32\">\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>5<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"213\">\n<p>Hausaufgaben &amp; Lernzeit<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"107\">\n<p>Heftf\u00fchrung<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"131\">\n<p>Gruppenarbeit<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"127\">\n<p>Lesetechniken<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"4\" width=\"578\">\n<p>Teamentwicklung<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"32\">\n<p><strong>6<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"4\" width=\"578\">\n<p>Think- Pair-Share in allen F\u00e4chern<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"32\">\n<p><strong>7<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"4\" width=\"578\">\n<p>Lerntempo-Duett in allen F\u00e4chern<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"32\">\n<p><strong>8<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"4\" width=\"578\">\n<p>Flipped Classroom<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>3.5\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 F\u00f6rderung der Sozialkompetenz<\/strong><\/p>\n<p>Alle nachfolgend genannten Angebote und Ma\u00dfnahmen zur F\u00f6rderung der Sozialkompetenzen der Sch\u00fcler*innen werden durch Zertifikate, Bescheinigungen und Zeugnisbemerkungen dokumentiert und gew\u00fcrdigt.<\/p>\n<p><strong>3.5.1\u00a0\u00a0 Sozialtraining in den Klassen<\/strong><\/p>\n<p>Ziel der Sozialtrainings als sozialp\u00e4dagogische Ma\u00dfnahme ist es, Verhaltensweisen zu erlernen und einzu\u00fcben, die es erm\u00f6glichen, soziale Kontakte erfolgreich und zufriedenstellend zu gestalten.<\/p>\n<p>Durch das Erkennen, Benennen, Ausdr\u00fccken und Regulieren von Emotionen, das Entwickeln von Probleml\u00f6sestrategien und das Einsch\u00e4tzen von Alltagssituationen sollen folgende Punkte bearbeitet werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Individuelle Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung (Wer bin ich?)<\/li>\n<li>St\u00e4rkung psychosozialer Kompetenz (Verantwortungsbewusstsein, Kritik- und Entscheidungsf\u00e4higkeit, Selbstregulation, Toleranz, Akzeptanz etc.)<\/li>\n<li>Selbstwahrnehmung und Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen (Wer bin ich in der Gruppe?)<\/li>\n<li>Umgang mit Stress und negativen Emotionen (u.a. Streitkultur)<\/li>\n<li>Kommunikation<\/li>\n<li>Kooperation<\/li>\n<li>Teamf\u00e4higkeit<\/li>\n<li>Kreativit\u00e4t<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im Rahmen der Schulsozialarbeit an der Max-Planck-Realschule finden folgende Angebote im Sozialen Lernen statt:<\/p>\n<ul>\n<li>Klasse 5\/6: Gruppenfindung, Kl\u00e4rung und Ein\u00fcbung von Regeln und Vereinbarungen, \u00dcbungen zu Kooperation und Kommunikation<\/li>\n<li>Klasse 7: Berufszielfindung, Erkennen von Kompetenzen, W\u00fcnschen und Zielen (noch in Planung!!)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Klasse 5-10: Themenbezogene und klassenspezifische Angebote in Absprache mit Klassenleitung<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>3.5.2\u00a0\u00a0 Streitschlichter*innenausbildung<\/strong><\/p>\n<p>Wir haben uns die Entwicklung einer neuen \u201eKonfliktkultur\u201c zur zentralen Aufgabe gemacht. Konflikte selbst l\u00f6sen zu k\u00f6nnen, ist Teil der von den Sch\u00fcler*innen zu erwerbenden Selbst- und Sozialkompetenz. Im Mittelpunkt steht die Frage: \u201eWelche Methoden und Verfahren gibt es, um mit Konflikten gewaltpr\u00e4ventiv und vermittelnd umzugehen?\u201c Das Hinzuziehen eines\/einer unabh\u00e4ngigen Dritten (Mediator*in) spielt dabei eine zentrale Rolle.<\/p>\n<p>Die Streitschlichter*innenausbildung dient der Schaffung eines zuverl\u00e4ssigen Stammes von \u00e4lteren Sch\u00fcler*innen, die Streitigkeiten ohne Lehrer*inneneingriff schlichten sollen. Dies baut Hemmschwellen f\u00fcr J\u00fcngere ab und st\u00e4rkt gleichzeitig das Selbstbewusstsein der in der Schlichtung t\u00e4tigen \u00e4lteren Sch\u00fcler*innen.<\/p>\n<p>Im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft werden die Sch\u00fcler*innen im Laufe der Klasse 9 zu Streitschlichter*innen ausgebildet. In der Regel leiten 1-2 Kolleg*innen die Streitschlichtergruppe. Die Sch\u00fcler*innen lernen, was der Prozess des Mediationsverfahrens bewirken kann, wie er sich konkret vollzieht und welche Voraussetzungen erf\u00fcllt sein m\u00fcssen. Hierbei ist der Grundgedanke der Mediation: Nicht die Konflikte sind das eigentliche Problem, sondern die Art und Weise, wie mit ihnen umgegangen wird.<\/p>\n<p>Ihre Aufgabe als Streitschlichter*innen \u00fcben die Sch\u00fcler*innen dann in der Jahrgangsstufe 10 aus.<\/p>\n<p><strong>3.5.3\u00a0\u00a0 Sporthelfer*innenausbildung<\/strong><\/p>\n<p>Jedes Jahr gibt es an der Max-Planck-Realschule f\u00fcr engagierte und interessierte Sch\u00fcler*innen aus der Jahrgangstufe 9 das Angebot, sich als Sporthelfer*in ausbilden zu lassen.<\/p>\n<p>Bei der Ausbildung zur Sporthelfer*in wird den Sch\u00fcler*innen vermittelt, wie sie verschiedene Sportangebote f\u00fcr Kinder und Jugendliche planen, sicher umsetzen und anleiten.<\/p>\n<p>Die Ausbildung bietet Sch\u00fcler*innen die M\u00f6glichkeit, sich in besonderer Weise aktiv an der Entwicklung und Gestaltung von Sportangeboten in der Schule zu beteiligen.<\/p>\n<p>Die Sporthelfer*innen werden so an der Gestaltung des Schulalltags beteiligt und tragen durch ihre Bereitschaft und F\u00e4higkeit zur \u00dcbernahme von Mitverantwortung zu einem besseren, guten und gesunden Schulklima bei.<\/p>\n<p>Sie werden bei der Planung und Durchf\u00fchrung von Sportfesten einbezogen oder bieten verschiedene Bewegungsangebote im Bereich des Pausensports an, wodurch sie ihre Mitsch\u00fcler*innen motivieren, sich in der Pause aktiv zu bewegen.<\/p>\n<p><strong>3.5.4\u00a0\u00a0 Pausenhelfer*innen<\/strong><\/p>\n<p>Das Projekt \u201ePausenhelfer*innen\u201c richtet sich an Sch\u00fcler*innen der 9. und 10. Klassen.<\/p>\n<p>Es handelt sich um eine freiwillige Anmeldung mit einer T\u00e4tigkeitsverpflichtung \u00fcber das gesamte Schuljahr.<\/p>\n<p>Das Projekt hat das Ziel, dass in den Mittagspausen im Geb\u00e4ude mehr Ruhe einkehrt, dass die Regeln und \u00d6ffnungszeiten im sch\u00fclerzug\u00e4ngigen Bereich der 1. Etage eingehalten werden und in der Mensa die j\u00fcngeren Sch\u00fcler*innen im Ablauf der Essensausgabe unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>Durch diese T\u00e4tigkeiten sollen das Selbstbewusstsein, die Eigenverantwortlichkeit und die Sozialkompetenz der Sch\u00fcler*innen gest\u00e4rkt werden.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend ihrer T\u00e4tigkeit als Pausenhelfer*innen werden sie in Gespr\u00e4chsmodulen zu den Themen Kommunikation und Konfliktl\u00f6sung unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p><strong>3.5.5\u00a0\u00a0 KVB-Fahrzeugbegleiter*innen<\/strong><\/p>\n<p>In Zusammenarbeit mit der KVB werden seit mehreren Jahren Sch\u00fcler*innen unserer Schule zu Fahrzeugbegleiter*innen ausgebildet. Ihre Aufgabe besteht darin, ihre altersgleichen Mitsch\u00fcler*innen zu einem angemessenen Verhalten in \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln anzuhalten. Neben dem praktischen Nutzen f\u00fcr die KVB, wie dem R\u00fcckgang von Besch\u00e4digungen, profitieren vor allem die Sch\u00fcler*innen von den sozialen Kompetenzen, die sie w\u00e4hrend der intensiven Ausbildung erwerben.<\/p>\n<p><strong>3.5.6\u00a0\u00a0 Sch\u00fclerpaten<\/strong><\/p>\n<p>Um den Sch\u00fcler*innen der Jahrgangsstufe 5 den \u00dcbergang in die Realschule zu erleichtern, stehen jeder Klasse 5 vier bis sechs Paten zur Seite.<\/p>\n<p>Sie haben die Aufgabe, als Ansprechpartner*innen und Bezugspersonen f\u00fcr die Klasse da zu sein. Die Sch\u00fcler*innen der neuen 5. Klassen lernen ihre Paten bereits am Kennlernnachmittag und am ersten Schultag kennen. Somit haben sie direkt Ansprechpartner*innen, die sie bei Fragen und Problemen kontaktieren k\u00f6nnen. Gleichzeitig wird ihnen auch die Angst vor den vielen neuen Mitsch\u00fcler*innen, Lehrer*innen und Regeln genommen.<\/p>\n<p>Die Paten setzen sich aus Sch\u00fcler*innen der Jahrgangsstufe 9 zusammen und begleiten ihre Patenklasse bis zu ihrem eigenen Schulabschluss, d.h. in Klasse 5 und 6.<\/p>\n<p>Die Sch\u00fcler*innen melden sich freiwillig f\u00fcr das Amt. Nach einem Auswahlgespr\u00e4ch bestimmt die Lehrkraft in R\u00fccksprache mit den Klassenleitungen die Paten. Anschlie\u00dfend werden sie in einer drei- bis viert\u00e4gigen Ausbildung zu Paten qualifiziert (siehe auch <em>\u201eKonzept zur Patenausbildung\u201c<\/em>).<\/p>\n<p>Bei aktiver Teilnahme erhalten die Paten ein Zertifikat \u00fcber die Patenausbildung und die Sch\u00fcler*innenpatent\u00e4tigkeit wird positiv auf dem Zeugnis vermerkt. Ebenfalls k\u00f6nnen engagierte Paten im Folgejahr bei der Patenausbildung mitwirken. Die Ausbildung f\u00f6rdert ein bewusstes und angemessenes Sozialverhalten der Paten durch ihre Rolle als Vorbild f\u00fcr die j\u00fcngeren Sch\u00fcler*innen. Sie trainieren ihre F\u00e4higkeit, Verantwortung f\u00fcr \u00fcbertragene Aufgaben zu \u00fcbernehmen und Konflikten im Alltag angemessen begegnen zu k\u00f6nnen. Dies hat eine St\u00e4rkung des Selbstvertrauens und des Selbstwertgef\u00fchls durch die Anerkennung ihres Engagements zur Folge.<\/p>\n<p><strong>3.5.7\u00a0 Schulsanit\u00e4ter*innen<\/strong><\/p>\n<p>Bei kleinen und gr\u00f6\u00dferen Unf\u00e4llen im Schulbetrieb leisten die Schulsanit\u00e4ter*innen Erste Hilfe.<\/p>\n<p>Die Sch\u00fcler*innen werden dazu im AG-Bereich ausgebildet (derzeit in Klasse 9) und \u00fcbernehmen dann ab dem 2. Halbjahr in den Pausen und auf schulischen Veranstaltungen Dienste, um kleinere und gr\u00f6\u00dfere Notf\u00e4lle zu betreuen.<\/p>\n<p>Sie lernen in der Ausbildung das Absetzen eines Notrufes, das Versorgen von Wunden, die Stabile Seitenlage, das Behandeln von verschiedensten Verletzungen und vieles mehr. Zudem trainieren sie ihr Empathieverm\u00f6gen, lernen in kritischen Situationen verantwortungsvoll zu handeln und ein soziales Miteinander.<\/p>\n<p>Am Ende des Kurses erhalten sie eine Bescheinigung des Deutschen Roten Kreuzes \u00fcber die erfolgreich geleistete Ausbildung und k\u00f6nnen diese dann auch f\u00fcr den Erwerb des F\u00fchrerscheins nutzen.<\/p>\n<p><strong>3.5.8\u00a0\u00a0 Schulhund<\/strong><\/p>\n<p>Die Arbeit mit Hunden in der Schule f\u00e4llt unter den Begriff der hundegest\u00fctzten P\u00e4dagogik. Seit Beginn des Schuljahres 2021\/2022 ist an der Max-Planck-Realschule der Schulhund \u201eDuplo\u201c im Einsatz. \u201eDuplo\u201c verbringt regelm\u00e4\u00dfig Zeit im Unterricht. Sein Einsatz findet in der Klasse, in Kleingruppen, in der Einzelbetreuung und in der Schulhund-AG statt. Der Hund ist speziell auf seine Eignung getestet und ist nur mit der daf\u00fcr ausgebildeten Lehrperson im Einsatz. Zu den wichtigsten p\u00e4dagogischen Zielsetzungen z\u00e4hlen vor allem die Verbesserung des sozialen Gef\u00fcges, die Lehrer-Sch\u00fcler-Beziehung, des Klassenklimas, der individuellen sozialen Kompetenz sowie die Steigerung der Konzentrationsf\u00e4higkeit und des Verantwortungsgef\u00fchls (siehe auch Konzept \u201eSchulhund\u201c).<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>3.6\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Begabtenf\u00f6rderung <\/strong><\/p>\n<p>Unter Begabtenf\u00f6rderung verstehen wir an der Max-Planck-Realschule, die Talente und Interessen unserer Sch\u00fcler*innen im musisch-sprachlich-k\u00fcnstlerischen und naturwissenschaftlichen Bereich zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p><strong>3.6.1 Fremdsprachenzertifikate<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>DELF: Franz\u00f6sisches Sprachdiplom f\u00fcr Sch\u00fcler*innen<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Seit dem Schuljahr 2006\/2007 bietet die Max-Planck-Realschule den Sch\u00fcler*innen mit dem Schwerpunktfach Franz\u00f6sisch die M\u00f6glichkeit, an der Pr\u00fcfung f\u00fcr das \u201eDipl\u00f4me d\u00b4Etudes Langue Francaise\u201c, dem sogenannten DELF, teilzunehmen. Dieses Diplom wurde 1985 vom franz\u00f6sischen Au\u00dfenministerium ins Leben gerufen und kann auf sechs Niveaustufen abgelegt werden.<\/p>\n<p>Die Max-Planck-Realschule erm\u00f6glicht die Teilnahme an den ersten vier Niveaustufen A1.1, A1, A2 und B1, bei der eine schriftliche und eine m\u00fcndliche Pr\u00fcfung absolviert werden muss. Hierbei werden die Fertigkeiten und Kenntnisse in den Bereichen H\u00f6ren, Sprechen, Lesen, Schreiben \u00fcberpr\u00fcft.<\/p>\n<p>Das DELF-Diplom ist lebenslang g\u00fcltig und erleichtert bzw. erm\u00f6glicht die Aufnahme an einer franz\u00f6sischen Universit\u00e4t. Es verschafft zudem erhebliche Vorteile bei Bewerbungen auf dem Arbeitsmarkt. Dar\u00fcber hinaus wird diese Pr\u00fcfung inzwischen weltweit in 160 L\u00e4ndern abgelegt und genie\u00dft ein entsprechendes Renomm\u00e9. Die Anmeldezahlen in NRW steigen j\u00e4hrlich, insbesondere an Gymnasien und Realschulen.<\/p>\n<p><strong><em>Cambridge: Englisches Sprachenzertifikat f\u00fcr Sch\u00fcler*innen<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Seit dem Schuljahr 2005\/2006 haben die Sch\u00fcler*innen der Jahrgangsstufen 9 und 10 die M\u00f6glichkeit, die Cambridge-Pr\u00fcfung auf dem Niveau B1 abzulegen. Sie \u00fcberpr\u00fcft die Kompetenzen in der englischen Sprache und erm\u00f6glicht es den Sch\u00fcler*innen, ihre F\u00e4higkeiten in den Bereichen Sprechen, Schreiben, Lesen und H\u00f6ren anhand einer schriftlichen und einer m\u00fcndlichen Pr\u00fcfung zu dokumentieren.<\/p>\n<p>Das Zertifikat hat lebenslange G\u00fcltigkeit und kann als Zusatzqualifikation bei Bewerbungen f\u00fcr Ausbildungspl\u00e4tze, Arbeitsstellen oder weiterf\u00fchrende Schulen vorgelegt werden.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>3.6.2 Musical<\/strong><\/p>\n<p>In der Geschichte der Max-Planck-Realschule gab es immer wieder Phasen, in denen Musicals aufgef\u00fchrt wurden bzw. werden. Seit 2012 f\u00fchrt die Musical-AG der Schule in einem Zweijahresrhythmus wieder regelm\u00e4\u00dfig ein St\u00fcck im gro\u00dfen Rahmen auf. Daf\u00fcr wird der Schule f\u00fcr eine Woche der Porzer Rathaussaal zur Verf\u00fcgung gestellt. Neben zwei Abendauff\u00fchrungen gibt es auch Sch\u00fcler*innenvorstellungen, zu denen alle Klassen am Vormittag eingeladen werden.<\/p>\n<p>Bei einem Casting schauen die ausf\u00fchrenden Lehrer*innen zun\u00e4chst, welche Begabungen im Bereich Tanz, Gesang, Schauspiel bei den Sch\u00fcler*innen vorhanden sind. Daraus resultierend erfolgt die Besetzung f\u00fcr das St\u00fcck bzw. wird dieses umgeschrieben und angepasst. Die Teilnehmer*innen werden ein Jahr lang gesanglich, t\u00e4nzerisch und schauspielerisch gecoacht. Auch im kreativen und technischen Bereich haben begabte Sch\u00fcler*innen die M\u00f6glichkeit, sich in das Musicalprojekt einzubringen, z.B. durch das Bemalen der Kulissen, durch das N\u00e4hen und Schneidern der Kost\u00fcme oder aber die \u00dcbernahme von technischen Aufgaben, wie Verkabelung, Positionierung von Mikrofonen sowie Licht- und Tonregie. F\u00fcr die Sch\u00fcler*innen der Max-Planck-Realschule gibt es bei den Musicalprojekten eine Vielzahl an M\u00f6glichkeiten, sich einzubringen. Durch das gemeinschaftliche Erlebnis wird neben der Entfaltung und F\u00f6rderung von Potenzialen und Interessen das Zusammenleben und Miteinander in der Schule verbessert. Die Erfahrungen f\u00fcr die jungen Darsteller*innen auf der B\u00fchne sind positiv f\u00fcr deren Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>3. F\u00f6rderkonzept Der Kerngedanke unseres F\u00f6rderkonzeptes ist die individuelle F\u00f6rderung von Sch\u00fcler*innen. 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