{"id":3102,"date":"2026-10-14T13:31:34","date_gmt":"2026-10-14T13:31:34","guid":{"rendered":"https:\/\/max-planck-realschule-koeln.de\/?page_id=3102"},"modified":"2026-10-14T14:02:03","modified_gmt":"2026-10-14T14:02:03","slug":"3-soziales-lernen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/max-planck-realschule-koeln.de\/?page_id=3102","title":{"rendered":"3. Soziales Lernen"},"content":{"rendered":"\n<h2><strong>3.1\u00a0\u00a0\u00a0 Schulsozialarbeit<\/strong><\/h2>\n<p>Die Schulsozialarbeit ist ein fester Bestandteil des schulischen Beratungs- und Unterst\u00fctzungssystems und tr\u00e4gt zur Umsetzung des ganzheitlichen Bildungs- und Erziehungsauftrags bei. Sie erfolgt in enger Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe.<\/p>\n<p>An der Schule sind zwei Schulsozialarbeiterinnen t\u00e4tig: eine im Auftrag der Stadt K\u00f6ln sowie eine im Rahmen des Startchancenprogramms. Beide sind in R\u00e4umen D204 und D205 erreichbar und regelm\u00e4\u00dfig vor Ort. Die Schulsozialarbeit arbeitet eng mit der Beratungslehrerin sowie dem schulischen Beratungsteam zusammen.<\/p>\n<p>Anna Licht; anna.licht@stadt-koeln.de ; 0152 57914726<\/p>\n<p>Yasmin Ziskoven; yasmin.ziskoven@stadt-koeln.de ; 02203 89209233<\/p>\n<p>Leitgedanke der Schulsozialarbeit ist die Unterst\u00fctzung der Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung sowie die F\u00f6rderung sozialer und personaler Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen. Ziel ist es, Sch\u00fcler*innen in ihrer individuellen, sozialen und schulischen Entwicklung zu st\u00e4rken und Bildungsbenachteiligungen abzubauen.<\/p>\n<p>Die Arbeit basiert auf folgenden Grundprinzipien:<\/p>\n<ul>\n<li>Freiwilligkeit der Inanspruchnahme<\/li>\n<li>Vertraulichkeit und Schweigepflicht<\/li>\n<li>Verl\u00e4sslichkeit in der Begleitung<\/li>\n<li>Hilfe zur Selbsthilfe<\/li>\n<li>Niedrigschwellige, zeitnahe und lebensweltnahe Angebote<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><a name=\"_Toc239439560\"><\/a>3<strong>.1.1\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong><strong>Aufgabenbereiche der Schulsozialarbeit<\/strong><\/h3>\n<p>Die Schulsozialarbeit bietet vielf\u00e4ltige Unterst\u00fctzungsangebote f\u00fcr Sch\u00fcler*innen, Eltern sowie Lehrkr\u00e4fte.<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6ren insbesondere:<\/p>\n<ul>\n<li>Beratung bei pers\u00f6nlichen, sozialen und schulischen Problemen<\/li>\n<li>Konfliktbew\u00e4ltigung und Streitschlichtung<\/li>\n<li>Einzel- und Gruppenangebote zur F\u00f6rderung sozialer Kompetenzen<\/li>\n<li>Beratung von Eltern und Erziehungsberechtigten<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzung von Lehrkr\u00e4ften bei sozialp\u00e4dagogischen Fragestellungen<\/li>\n<li>Mitwirkung an schulischen Projekten und der Schulentwicklung<\/li>\n<li>Kooperation und Vernetzung mit au\u00dferschulischen Institutionen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dar\u00fcber hinaus bietet die Schulsozialarbeit gruppenp\u00e4dagogische Angebote und Arbeitsgemeinschaften, die zur F\u00f6rderung sozialer, zur St\u00e4rkung des Selbstwertgef\u00fchls sowie zur Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung beitragen. Dazu geh\u00f6ren aktuell beispielweise:<\/p>\n<ul>\n<li>AG \u201eGemeinsam statt einsam\u201c in Zusammenarbeit mit dem Altenzentrum Johanniter Haus<\/li>\n<li>M\u00e4dchenfu\u00dfball AG<\/li>\n<li>\u201eKicken und Lesen\u201c in Kooperation mit der SK Stiftung Jugend und Medien<\/li>\n<li>Stille Pause<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Schulsozialarbeit fungiert dabei als wichtige Schnittstelle zwischen Schule, Familie und Jugendhilfe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><a name=\"_Toc239439561\"><\/a>3<strong>.1.2\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong><strong>Pr\u00e4vention<\/strong><\/h3>\n<p>Ein zentraler Schwerpunkt der Schulsozialarbeit liegt in der pr\u00e4ventiven Arbeit. Ziel ist es, Sch\u00fcler*innen fr\u00fchzeitig zu st\u00e4rken und problematischen Entwicklungen vorzubeugen.<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4ventionsarbeit umfasst sowohl <strong>individuelle Angebote<\/strong> als auch <strong>klassenbezogene Ma\u00dfnahmen<\/strong>. Dazu geh\u00f6ren beispielsweise:<\/p>\n<ul>\n<li>F\u00f6rderung sozialer Kompetenzen<\/li>\n<li>Gewalt- und Konfliktpr\u00e4vention<\/li>\n<li>Suchtpr\u00e4vention<\/li>\n<li>Gesundheitsf\u00f6rderung<\/li>\n<li>Medienkompetenz<\/li>\n<li>Demokratiebildung und Vielfalt<\/li>\n<li>sexuelle Aufkl\u00e4rung und Schutz vor sexualisierter Gewalt<\/li>\n<li>St\u00e4rkung der mentalen Gesundheit<\/li>\n<\/ul>\n<p>Erg\u00e4nzt werden diese Angebote durch schulinterne Beratungsangebote sowie durch Sprechstunden externer Fachstellen \u2013 den Schulpsychologischen Dienstes und Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes der Stadt K\u00f6ln.<\/p>\n<p><strong>Individuelle Pr\u00e4ventionsangebote (Individualebene)<\/strong><\/p>\n<table width=\"671\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"331\">\n<p><strong>Schulinterne Beratungsangebote<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"340\">\n<p><strong>Angebote durch externe Berater in der Schule<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"331\">\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Beratungsangebote<\/p>\n<p>(Schulsozialarbeit \/ Beratungslehrerin)<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Streitschlichter AG<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Mediensprechstunde<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 LGBTQ-Sprechstunde<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Elterncaf\u00e9<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"340\">\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sprechstunde des Schulpsychologischen Dienstes<\/p>\n<p>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sprechstunde des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes (KJPD)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Pr\u00e4ventionsangebote f\u00fcr Klassen (Klassenebene)<\/strong><\/p>\n<table width=\"671\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"95\">\n<p><strong>Klassenstufe<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"192\">\n<p><strong>Gewalt<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"192\">\n<p><strong>Sucht<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"192\">\n<p><strong>Gesundheit<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"95\">\n<p>5<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"192\">\n<p>Vorstellung des Schulpolizisten<\/p>\n<p>Vorstellung der Kinderrechte<\/p>\n<p>Sozialtraining<\/p>\n<p>(Schulsozialarbeit+MPT-Team)<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"192\">\n<p>Medienkoffer \/ WhatsApp<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"192\">\n<p>Verkehrspr\u00e4vention<\/p>\n<p>(Polizei)<\/p>\n<p>Kennenlernen der Freizeitangebote<\/p>\n<p>\u00a0(OT-Besuch)<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"95\">\n<p>6<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"192\">\n<p>Sozialtraining<\/p>\n<p>(Fair St\u00e4rken)<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"192\">\n<p>Parcours Anti-Rauchen<\/p>\n<p>(SKM Jugendsuchtberatung)<\/p>\n<p>Gaming<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"192\">\n<p>Gesundheitstag Gesunde Ern\u00e4hrung \/ Darmparcours<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"95\">\n<p>7<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"192\">\n<p>Antigewalttraining<\/p>\n<p>(Rheinflanke)<\/p>\n<p>Antirassismus<\/p>\n<p>(Deutsches Sport und Olympiamuseum)<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"192\">\n<p>Theaterst\u00fcck zum Thema Vapen \/ E-Zigaretten \/ Medien<\/p>\n<p>Das Da Theater)<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"192\">\n<p>Sexualpr\u00e4vention \/ sexuelle Aufkl\u00e4rung<\/p>\n<p>(Aidshilfe)<\/p>\n<p>Cybergrooming<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"95\">\n<p>8<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"192\">\n<p>Vielfalt und Toleranz<\/p>\n<p>(Aidshilfe)<\/p>\n<p>Antidiskriminierung<\/p>\n<p>(Deutsches Sport und Olympiamuseum)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"192\">\n<p>Suchtparcours<\/p>\n<p>(SKM Jugendsuchtberatung)<\/p>\n<p>Besuch der Suchtberatungsstelle Porz<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"192\">\n<p>Mental Health<\/p>\n<p>(Kopffrei)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"95\">\n<p>9<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"192\">\n<p>Demokratie und Rechtsextremismus<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"192\">\n<p>Multiplikatorenschulung Snus &amp;Co.<\/p>\n<p>(SKM Jugendsuchtberatung)<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"192\">\n<p>Mental Health<\/p>\n<p>Pr\u00fcfungsangst<\/p>\n<p>(Teller ohne Rand)<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"95\">\n<p>10<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"192\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"192\">\n<p>Multiplikatorenschulung Snus\u00a0 &amp;Co.<\/p>\n<p>(SKM Jugendsuchtberatung)<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"192\">\n<p>Theaterst\u00fcck von Zartbitter<\/p>\n<p>Workshop<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><a name=\"_Toc239439562\"><\/a>3<strong>.1.3\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong><strong>Intervention<\/strong><\/h3>\n<p>Die Schulsozialarbeit unterst\u00fctzt bei akuten Konflikten und Krisensituationen und tr\u00e4gt zur Umsetzung des schulischen Schutzauftrags bei.<\/p>\n<p>Bei Hinweisen auf eine m\u00f6gliche Kindeswohlgef\u00e4hrdung erfolgt das Vorgehen nach einem verbindlichen Handlungsplan. Dieser umfasst insbesondere:<\/p>\n<ul>\n<li>die Dokumentation von Beobachtungen,<\/li>\n<li>den kollegialen Austausch im Vier-Augen-Prinzip,<\/li>\n<li>eine gemeinsame Gef\u00e4hrdungseinsch\u00e4tzung, ggf. unter Hinzuziehung einer Fachkraft,<\/li>\n<li>sowie die Information der Schulleitung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Je nach Einsch\u00e4tzung werden weitere Ma\u00dfnahmen eingeleitet, wie Gespr\u00e4che mit den Eltern, Vereinbarungen zur Unterst\u00fctzung oder \u2013 im Falle einer akuten Gef\u00e4hrdung \u2013 die Einschaltung des Jugendamtes.<\/p>\n<p>Die Schulsozialarbeit begleitet und unterst\u00fctzt diesen Prozess beratend und koordinierend.<\/p>\n<p>Der detaillierte Ablauf ist bei Kindeswohlgef\u00e4hrdung in einem Handlungsplan festgelegt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><a name=\"_Toc239439563\"><\/a>3<strong>.1.4\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong><strong>Elternarbeit<\/strong><\/h3>\n<p>Die Zusammenarbeit mit Eltern und Erziehungsberechtigten ist ein wichtiger Bestandteil der Schulsozialarbeit. Ziel ist es, die Erziehungspartnerschaft zwischen Schule und Elternhaus zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Die Schulsozialarbeit bietet:<\/p>\n<ul>\n<li>individuelle Beratungsgespr\u00e4che<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzung bei schulischen und famili\u00e4ren Fragestellungen<\/li>\n<li>Vermittlung an externe Hilfsangebote<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dar\u00fcber hinaus wird monatlich am letzten Donnerstag ein Elterncaf\u00e9 als niedrigschwelliges Angebot zum Austausch und zur Information angeboten, bei dem sich Eltern \u00fcber die Schule, den Unterricht, Angebote im Stadtteil und die Freizeitgestaltung ihrer Kinder informieren und austauschen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><a name=\"_Toc239439564\"><\/a>3<strong>.1.5\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong><strong>Kooperation und Vernetzung<\/strong><\/h3>\n<p>Die Schulsozialarbeit arbeitet eng mit verschiedenen internen und externen Partnern zusammen. Dazu geh\u00f6ren:<\/p>\n<ul>\n<li>Schulleitung und Lehrkr\u00e4fte<\/li>\n<li>Beratungslehrerin und Beratungsteam<\/li>\n<li>Jugendamt<\/li>\n<li>Schulpsychologischer Dienst<\/li>\n<li>Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst der Stadt K\u00f6ln<\/li>\n<li>Beratungsstellen und therapeutische Einrichtungen<\/li>\n<li>weitere Einrichtungen im Sozialraum<\/li>\n<\/ul>\n<p>Durch diese Vernetzung k\u00f6nnen Sch\u00fcler*innen sowie ihre Familien bedarfsgerecht unterst\u00fctzt und weitervermittelt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc220084863\"><\/a><a name=\"_Toc239439565\"><\/a><strong>3.2\u00a0\u00a0\u00a0 F\u00f6rderung der Sozialkompetenz<\/strong><\/h2>\n<p>Alle nachfolgend genannten Angebote und Ma\u00dfnahmen zur F\u00f6rderung der Sozialkompetenzen der Sch\u00fcler*innen werden durch Zertifikate, Bescheinigungen und Zeugnisbemerkungen dokumentiert und gew\u00fcrdigt.<\/p>\n<h3><a name=\"_Toc239439566\"><\/a><a name=\"_Toc220084864\"><\/a><strong>3.2.1<\/strong><a name=\"_Toc220084865\"><\/a><strong>\u00a0\u00a0 Streitschlichter*innenausbildung<\/strong><\/h3>\n<p>Wir haben uns die Entwicklung einer neuen \u201eKonfliktkultur\u201c zur zentralen Aufgabe gemacht. Konflikte selbst l\u00f6sen zu k\u00f6nnen, ist Teil der von den Sch\u00fcler*innen zu erwerbenden Selbst- und Sozialkompetenz. Im Mittelpunkt steht die Frage: \u201eWelche Methoden und Verfahren gibt es, um mit Konflikten gewaltpr\u00e4ventiv und vermittelnd umzugehen?\u201c Das Hinzuziehen eines\/einer unabh\u00e4ngigen Dritten (Mediator*in) spielt dabei eine zentrale Rolle.<\/p>\n<p>Die Streitschlichter*innenausbildung dient der Schaffung eines zuverl\u00e4ssigen Stammes von \u00e4lteren Sch\u00fcler*innen, die Streitigkeiten ohne Lehrer*inneneingriff schlichten sollen. Dies baut Hemmschwellen f\u00fcr J\u00fcngere ab und st\u00e4rkt gleichzeitig das Selbstbewusstsein der in der Schlichtung t\u00e4tigen \u00e4lteren Sch\u00fcler*innen.<\/p>\n<p>Im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft werden die Sch\u00fcler*innen im Laufe der Klasse 9 zu Streitschlichter*innen ausgebildet. In der Regel leiten 1-2 Kolleg*innen die Streitschlichtergruppe. Die Sch\u00fcler*innen lernen, was der Prozess des Mediationsverfahrens bewirken kann, wie er sich konkret vollzieht und welche Voraussetzungen erf\u00fcllt sein m\u00fcssen. Hierbei ist der Grundgedanke der Mediation: Nicht die Konflikte sind das eigentliche Problem, sondern die Art und Weise, wie mit ihnen umgegangen wird.<\/p>\n<p>Ihre Aufgabe als Streitschlichter*innen \u00fcben die Sch\u00fcler*innen dann in der Jahrgangsstufe 10 aus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><a name=\"_Toc220084866\"><\/a><a name=\"_Toc239439567\"><\/a><strong>3.2.2\u00a0\u00a0 Sporthelfer*innenausbildung<\/strong><\/h3>\n<p>Jedes Jahr gibt es an der Max-Planck-Realschule f\u00fcr engagierte und interessierte Sch\u00fcler*innen aus der Jahrgangstufe 9 das Angebot, sich als Sporthelfer*in ausbilden zu lassen.<\/p>\n<p>Bei der Ausbildung zur Sporthelfer*in wird den Sch\u00fcler*innen vermittelt, wie sie verschiedene Sportangebote f\u00fcr Kinder und Jugendliche planen, sicher umsetzen und anleiten.<\/p>\n<p>Die Ausbildung bietet Sch\u00fcler*innen die M\u00f6glichkeit, sich in besonderer Weise aktiv an der Entwicklung und Gestaltung von Sportangeboten in der Schule zu beteiligen.<\/p>\n<p>Die Sporthelfer*innen werden so an der Gestaltung des Schulalltags beteiligt und tragen durch ihre Bereitschaft und F\u00e4higkeit zur \u00dcbernahme von Mitverantwortung zu einem besseren, guten und gesunden Schulklima bei.<\/p>\n<p>Sie werden bei der Planung und Durchf\u00fchrung von Sportfesten einbezogen oder bieten verschiedene Bewegungsangebote im Bereich des Pausensports an, wodurch sie ihre Mitsch\u00fcler*innen motivieren, sich in der Pause aktiv zu bewegen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><a name=\"_Toc220084867\"><\/a><a name=\"_Toc239439568\"><\/a><strong>3.2.3\u00a0\u00a0 Pausenhelfer*innen<\/strong><\/h3>\n<p>Das Projekt \u201ePausenhelfer*innen\u201c richtet sich an Sch\u00fcler*innen der 9. und 10. Klassen.<\/p>\n<p>Es handelt sich um eine freiwillige Anmeldung mit einer T\u00e4tigkeitsverpflichtung \u00fcber das gesamte Schuljahr.<\/p>\n<p>Das Projekt hat das Ziel, dass in den Mittagspausen im Geb\u00e4ude mehr Ruhe einkehrt, dass die Regeln und \u00d6ffnungszeiten im sch\u00fclerzug\u00e4ngigen Bereich der 1. Etage eingehalten werden und in der Mensa die j\u00fcngeren Sch\u00fcler*innen im Ablauf der Essensausgabe unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>Durch diese T\u00e4tigkeiten sollen das Selbstbewusstsein, die Eigenverantwortlichkeit und die Sozialkompetenz der Sch\u00fcler*innen gest\u00e4rkt werden. W\u00e4hrend ihrer T\u00e4tigkeit als Pausenhelfer*innen werden sie in Gespr\u00e4chsmodulen zu den Themen Kommunikation und Konfliktl\u00f6sung unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><a name=\"_Toc220084868\"><\/a><a name=\"_Toc239439569\"><\/a><strong>3.2.4\u00a0\u00a0 KVB-Fahrzeugbegleiter*innen<\/strong><\/h3>\n<p>In Zusammenarbeit mit der KVB werden seit mehreren Jahren Sch\u00fcler*innen unserer Schule zu Fahrzeugbegleiter*innen ausgebildet. Ihre Aufgabe besteht darin, ihre altersgleichen Mitsch\u00fcler*innen zu einem angemessenen Verhalten in \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln anzuhalten. Neben dem praktischen Nutzen f\u00fcr die KVB, wie dem R\u00fcckgang von Besch\u00e4digungen, profitieren vor allem die Sch\u00fcler*innen von den sozialen Kompetenzen, die sie w\u00e4hrend der intensiven Ausbildung erwerben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><a name=\"_Toc220084869\"><\/a><a name=\"_Toc239439570\"><\/a><strong>3.2.5\u00a0\u00a0 Sch\u00fclerpaten<\/strong><\/h3>\n<p>Um den Sch\u00fcler*innen der Jahrgangsstufe 5 den \u00dcbergang in die Realschule zu erleichtern, stehen jeder Klasse 5 vier bis sechs Paten zur Seite.<\/p>\n<p>Sie haben die Aufgabe, als Ansprechpartner*innen und Bezugspersonen f\u00fcr die Klasse da zu sein. Die Sch\u00fcler*innen der neuen 5. Klassen lernen ihre Paten bereits am Kennlernnachmittag und am ersten Schultag kennen. Somit haben sie direkt Ansprechpartner*innen, die sie bei Fragen und Problemen kontaktieren k\u00f6nnen. Gleichzeitig wird ihnen auch die Angst vor den vielen neuen Mitsch\u00fcler*innen, Lehrer*innen und Regeln genommen.<\/p>\n<p>Die Paten setzen sich aus Sch\u00fcler*innen der Jahrgangsstufe 9 zusammen und begleiten ihre Patenklasse bis zu ihrem eigenen Schulabschluss, d.h. in Klasse 5 und 6.<\/p>\n<p>Die Sch\u00fcler*innen melden sich freiwillig f\u00fcr das Amt. Nach einem Auswahlgespr\u00e4ch bestimmt die Lehrkraft in R\u00fccksprache mit den Klassenleitungen die Paten. Anschlie\u00dfend werden sie in einer drei- bis viert\u00e4gigen Ausbildung zu Paten qualifiziert (siehe auch <em>\u201eKonzept zur Patenausbildung\u201c<\/em>).<\/p>\n<p>Bei aktiver Teilnahme erhalten die Paten ein Zertifikat \u00fcber die Patenausbildung und die Sch\u00fcler*innenpatent\u00e4tigkeit wird positiv auf dem Zeugnis vermerkt. Ebenfalls k\u00f6nnen engagierte Paten im Folgejahr bei der Patenausbildung mitwirken. Die Ausbildung f\u00f6rdert ein bewusstes und angemessenes Sozialverhalten der Paten durch ihre Rolle als Vorbild f\u00fcr die j\u00fcngeren Sch\u00fcler*innen. Sie trainieren ihre F\u00e4higkeit, Verantwortung f\u00fcr \u00fcbertragene Aufgaben zu \u00fcbernehmen und Konflikten im Alltag angemessen begegnen zu k\u00f6nnen. Dies hat eine St\u00e4rkung des Selbstvertrauens und des Selbstwertgef\u00fchls durch die Anerkennung ihres Engagements zur Folge.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><a name=\"_Toc220084870\"><\/a><a name=\"_Toc239439571\"><\/a><strong>3.2.6\u00a0\u00a0 Schulsanit\u00e4ter*innen<\/strong><\/h3>\n<p>Bei kleinen und gr\u00f6\u00dferen Unf\u00e4llen im Schulbetrieb leisten die Schulsanit\u00e4ter*innen Erste Hilfe.<\/p>\n<p>Die Sch\u00fcler*innen werden dazu im AG-Bereich ausgebildet (derzeit in Klasse 9) und \u00fcbernehmen dann ab dem 2. Halbjahr in den Pausen und auf schulischen Veranstaltungen Dienste, um kleinere und gr\u00f6\u00dfere Notf\u00e4lle zu betreuen.<\/p>\n<p>Sie lernen in der Ausbildung das Absetzen eines Notrufes, das Versorgen von Wunden, die Stabile Seitenlage, das Behandeln von verschiedensten Verletzungen und vieles mehr. Zudem trainieren sie ihr Empathieverm\u00f6gen, lernen in kritischen Situationen verantwortungsvoll zu handeln und ein soziales Miteinander.<\/p>\n<p>Am Ende des Kurses erhalten sie eine Bescheinigung des Deutschen Roten Kreuzes \u00fcber die erfolgreich geleistete Ausbildung und k\u00f6nnen diese dann auch f\u00fcr den Erwerb des F\u00fchrerscheins nutzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><a name=\"_Toc220084871\"><\/a><a name=\"_Toc239439572\"><\/a><strong>3.2.7\u00a0\u00a0 Schulhund<\/strong><\/h3>\n<p>Die Arbeit mit Hunden in der Schule f\u00e4llt unter den Begriff der hundegest\u00fctzten P\u00e4dagogik. Seit Beginn des Schuljahres 2021\/2022 ist an der Max-Planck-Realschule der Schulhund \u201eDuplo\u201c im Einsatz. \u201eDuplo\u201c verbringt regelm\u00e4\u00dfig Zeit im Unterricht. Sein Einsatz findet in der Klasse, in Kleingruppen, in der Einzelbetreuung und in der Schulhund-AG statt. Der Hund ist speziell auf seine Eignung getestet und ist nur mit der daf\u00fcr ausgebildeten Lehrperson im Einsatz. Zu den wichtigsten p\u00e4dagogischen Zielsetzungen z\u00e4hlen vor allem die Verbesserung des sozialen Gef\u00fcges, die Lehrer-Sch\u00fcler-Beziehung, des Klassenklimas, der individuellen sozialen Kompetenz sowie die Steigerung der Konzentrationsf\u00e4higkeit und des Verantwortungsgef\u00fchls (siehe auch Konzept \u201eSchulhund\u201c).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>3.1\u00a0\u00a0\u00a0 Schulsozialarbeit Die Schulsozialarbeit ist ein fester Bestandteil des schulischen Beratungs- und Unterst\u00fctzungssystems und tr\u00e4gt zur Umsetzung des ganzheitlichen Bildungs- und Erziehungsauftrags bei. 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